Newsletter Initiative Wissen

Ausgabe 8  |  Januar 2016

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Partner der Initiative Wissen,

das neue Jahr 2016 ist erst wenige Tage alt und doch werden wir fast täglich daran erinnert, wie fragil unsere Gesellschaft ist. Die Initiative Wissen hat sich im ersten Jahr mit ökologischen, ökonomischen und auch sozialen Belangen auseinandergesetzt und versucht, ihre Netzwerkpartner auf diesem Weg der Wissensteilung mitzunehmen.

Veränderung beginnt im Kleinen, sie muss von innen geschehen und langfristig angelegt sein. 2016 halten wir etwas besonderes für Sie bereit: Frau Knoch, Mitglied des Redaktionsteams, wir in einer regelmäßig erscheinenden Kolumne gesellschaftspolitische Themen aufgreifen.

Mit unserer Initiative Wissen wollten wir einen regionalen Beitrag leisten, und Denkanstöße geben.

Herzliche Grüße
Ihre Katrin Standl

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UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG VERMITTELN

Der Nachhaltigkeitsbericht – Die neue Imagebroschüre?!

Nachhaltigkeit liegt im Trend. Immer mehr Verbraucher interessieren sich dafür, wie Unternehmen ihre Produkte fertigen, welchen Einfluss die Produktion auf die Umwelt hat und wie sich das Unternehmen selbst engagiert.

Auch für große Konzerne und öffentliche Auftraggeber spielen solche Aspekte eine immer größere Rolle bei Ausschreibungen. Zahlreiche Unternehmen tragen ihr nachhaltiges Engagement in den unterschiedlichen Bereichen daher in die Öffentlichkeit, einige werben sogar damit. Auch die Anzahl der Nachhaltigkeitsberichte, in denen die Unternehmen ihr Engagement darlegen, steigt. Denn viele Unternehmen setzten nicht mehr allein auf eine Imagebroschüre, um sich und ihre Markenbotschaft nach außen zu transportieren. Immer häufiger wird auch der Nachhaltigkeitsbericht zum Mittel der Wahl. Denn mit diesem kein ein Unternehmen nicht nur das eigene Engagement zeigen, sondern auch Transparenz auf Basis nachvollziehbarer Zahlen, Daten und Fakten vermitteln. Das schafft Vertrauen. Doch nicht alle Branchen sind schon soweit. In der SHK-Branche in Deutschland gibt es noch großen Nachholbedarf, was die Veröffentlichung von Nachhaltigkeitsberichten angeht. Nicht zuletzt, da das EU-Parlament eine Berichterstattungspflicht beschlossen hat.

Berichtspflicht betrifft auch Unternehmen in der Lieferkette

Die europäische Kommission verpflichtet ab 2017 große Unternehmen zur Berichterstattung über nichtfinanzielle und die Diversität betreffende Informationen. Die Unternehmen müssen neben ihren wirtschaftlichen Kennzahlen auch Angaben zu den Strategien, Risiken und Ergebnissen in Bezug auf Umweltbelange sowie soziale und mitarbeiterbezogene Aspekte veröffentlichen. Unmittelbar betroffen sind alle Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, die an einer Börse innerhalb der EU notiert sind und/oder aufgrund der Art und des Umfangs ihrer Geschäftstätigkeit oder ihres Einflusses von öffentlichem Interesse sind, wie Banken und Versicherungen. Einzelheiten dazu sind von den Mitgliedsstaaten bis zum 6. Dezember 2016 festzulegen. Mittelbar betroffen sind aber auf jeden Fall auch kleine und mittlere Unternehmen, wenn sie als Teil der Lieferkette von berichtspflichtigen Unternehmen agieren.

Denn dann ist es sehr gut möglich, dass diese einen Nachweis über nachhaltiges Handeln oder bestimmte Kennzahlen fordern.

Nachhaltigkeit zahlt sich aus

Nicht nur die bevorstehende Berichtspflicht ist ein Argument für einen Nachhaltigkeitsbericht. Nachhaltigkeit geht uns alle an, damit auch künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen können. Berechtigter Weise fordert die EU deshalb die Unternehmen auf, Verantwortung zu übernehmen für ihre Auswirkung auf die Gesellschaft. Gemeint ist damit verantwortliches Handeln gegenüber Markt, Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitern. Im Vordergrund steht dabei ein win-win Ansatz, kein altruistisches Handeln. Denn nachhaltiges Engagement zahlt auch auf die Marke ein, das belegen inzwischen anerkannte Studien. Eine wesentliche Bedeutung hat dabei die Kommunikation. Eine positive Wirkung ist nämlich nur dann möglich, wenn die Unternehmen ihr Engagement durch Pressearbeit und Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich machen. So kann beispielsweise ein Nachhaltigkeitsbericht positive Auswirkung auf verschiedene Unternehmensbereiche haben. Nicht nur die Aufmerksamkeit der Kunden durch das verantwortungsbewusste Unternehmensimage wird erhöht, auch die Mitarbeitermotivation kann gesteigert und ein Vertrauenszugewinn seitens der Öffentlichkeit erreicht werden.

Denn der Faktor Nachhaltigkeit bestimmt zu 15 Prozent den Ruf einer Marke, wie die aktuelle von Facit Research in Kooperation mit Serviceplan und der Wirtschaftswoche durchgeführten SIS-Studie von 2015 zeigt. Auch im Umsatz spiegelt sich das nachhaltige Engagement eines Unternehmens wider. Bis zu fünf Prozent kann eine verantwortungsvolle Unternehmensausrichtung zum Umsatz beitragen, ergibt eine aktuelle Studie von Biesalsky & Company und facit research.

Was berichtet die SHK-Branche – Status Quo und Perspektiven

Zahlreiche Unternehmen der SHK-Branche blicken auf eine langjährige Tradition, die oftmals von einem großen Engagement für Mitarbeiter und die jeweilige Region geprägt ist. Dennoch berichten nur wenige Unternehmen über ihre gesellschaftliche Verantwortung. Im Juni 2015 sind in der Datenbank der Global Reporting Initiative (GRI) lediglich vier deutsche Unternehmen aus der SHK-Branche zu finden. Bei anderen Standards sieht es nicht besser aus. Den ersten Bericht nach dem deutschen Nachhaltigkeitskodex hat im Frühjahr 2015 die KESSEL AG veröffentlicht. Dieser Berichtsstand wird vom Rat für Nachhaltigkeit empfohlen und von der Bundesregierung unterstützt.

Die Integration ins Unternehmen

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist ein wichtiger Bestandteil der unternehmenseigenen Corporate Social Responsibility (CSR)-Strategie. Wie sich ein Unternehmen diesem Thema nähert, ist individuell verschieden. So setzen einige Unternehmen bereits zu Beginn auf die Einführung eines entsprechenden Managementprozesses, um so einen strukturierten Ablauf der CSR-Aktivitäten in die Unternehmenstätigkeit zu schaffen und dieses Engagement anschließend in einem Nachhaltigkeitsbericht zu bündeln. Andere setzen auf die so genannte Rückwärtsintegration. Anhand der Erstellung des Berichts wird ein Nachhaltigkeitsteam gebildet und in mehreren Workshops die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet, so dass am Ende nicht nur der fertige Bericht vorliegt, sondern auch die Basis für einen Managementprozess geschaffen wurde.

Das richtige Vorgehen

Die Vorgehensweise und die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab und sind in jedem Unternehmen ganz individuell. In einem ersten Schritt sollte das Unternehmen die personellen und finanziellen Kapazitäten klären. Schließlich hängt der Erfolg des Projektes stark von den Ressourcen des Unternehmens ab. Besonders zeitaufwendig ist die Zusammenführung und Analyse aller nachhaltigkeitsrelevanten Daten- und Informationsquellen, die in den meisten Fällen im Unternehmen verstreut liegen. Nachhaltigkeitsberichterstattung ist eine Folge vieler kleiner Schritte, die auch nacheinander gegangen werden können. Kein Unternehmen muss einen umfassenden Bericht liefern, der direkt zu allen Berichtsstandards passt. Der Umfang eines Nachhaltigkeitsberichts hängt von den entsprechenden Kapazitäten der Unternehmen ab. Es gibt viele ausgezeichnete Berichte, die von kleineren Unternehmen mit entsprechend geringen Kapazitäten stammen.

Weitere Informationen rund um die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Berichtspflicht sowie zu den verschiedenen Berichtsformaten finden Sie unter:
www.heinrich-kommunikation.de/Nachhaltigkeit


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