Newsletter Initiative Wissen

Ausgabe 13  |  Mai 2016

Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit

GLAUBWÜRDIGKEIT UND EHRLICHKEIT

Glaubwürdigkeit liegt im Auge des Betrachters –
und dennoch in unserer Verantwortung

Neben Achtsamkeit und Nachhaltigkeit hat sich die Glaubwürdigkeit in den letzten Jahren einen Spitzenplatz erkämpft. In der Liste der Begriffe, die für alles und jedes benutzt werden – und gleichzeitig beim Leser ein merkwürdiges Gefühl von Unwohlsein und Unehrlichkeit hervorrufen. Warum? Wir möchten es doch so gerne richtig machen – und immer wieder machen wir dabei scheinbar etwas falsch.

Wir wollen glaubwürdig kommunizieren, agieren, produzieren und noch vieles mehr. Gute Idee, schlechte Ausführung. Denn ob ich glaubwürdig bin oder wirke, das liegt nicht in meiner Hand. Es liegt im Auge des Betrachters, ob er mich für glaubwürdig befindet. Ob er mir also seinen Glauben oder sein Vertrauen schenken möchte. Und je mehr ich nach außen posaune, dass ich mich selbst für glaubwürdig erachte, umso fader wird der Beigeschmack bei denjenigen, die mir zuhören.

Wenn ich als Unternehmen glaubwürdig sein möchte, was ist zu tun? Die gute Nachricht: Es ist gar nicht so schwer. Um mit Alfred Herrhausen zu sprechen: das, was wir denken, auch zu sagen, das, was wir sagen, auch zu tun und das, was wir tun, auch zu sein. Nach dem zu handeln, was uns wichtig ist. Und nicht das zu erzählen, von dem wir meinen, dass die anderen das gerne hören möchten.

Wir haben so viel gelernt in den letzten Jahrzehnten – keine Emotionen in der Arbeit, tue Gutes und sprich darüber, … – und dabei haben wir viel Wahrheit einfach vergessen. Und setzen an der falschen Stelle an. Der erste Schritt zu Glaubwürdigkeit und zu Vertrauen ist Ehrlichkeit, Gradlinigkeit und Haltung. Position zu beziehen, die eigenen Werte zu benennen und zu diesen Werten auch klar zu stehen. Es geht um das, was uns als Mensch, als Unternehmen, als Institution wirklich ausmacht. Weil wir es aber gewohnt sind, lieber an unserer Fassade zu feilen, braucht es Zeit, den Zugang zu unserem Innenleben wieder offenzulegen. Deswegen brauchen wir ein Innehalten, ein Luftholen, um uns wieder auf uns besinnen zu können. Damit wir nicht immer gegen etwas sein müssen, sondern wieder für etwas sein können.

Die gute Botschaft dabei: Der zweite Schritt ist ganz einfach, wenn der erste wirklich gegangen ist. Nach dem, was ich sage, auch zu handeln, ist dann selbstverständlich, wenn ich weiß, wofür ich das tue. So werde ich für andere lesbar, ganz ohne weiteren Feinschliff. Das heißt nicht, dass alle meiner Meinung sein müssen, aber sie können darauf vertrauen, dass ich das, was ich sage, auch bin. Das mit der Glaubwürdigkeit passiert dann ganz automatisch. Das können sich alle, die sich von Panama-Leaks jetzt ungerecht behandelt fühlen, hinter die Ohren schreiben. Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit werden dann einfach, wenn wir ehrlich und glaubwürdig sind.

Und ja, es ist wahr. Alfred Herrhausen war einmal der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank.

Nicola Knoch
Redaktionsteam Initiative Wissen


Dualer Studiengang Wassertechnologie

DUALER STUDIENGANG „WASSERTECHNOLOGIE“

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf – Vertiefter dualer Studiengang „Wassertechnologie“

Grün. Innovativ. Praxisnah. Das ist die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Keine andere Hochschule verfügt über ein vergleichbares Fächerspektrum, das klar und konsequent auf die sogenannten „grünen“ Fächer ausgerichtet ist. Die Studiengänge bieten singulär in Bayern all das, was im weitesten Sinne mit Natur, Ernährung und Umwelt zu tun hat. Das Spektrum reicht von der naturwissenschaftlichen bis zur künstlerischen Auseinandersetzung, von Hightech bis Land Art, vom Molekül über den Baum bis hin zum Landschaftsraum.

Seit dem Wintersemester 2009/2010 wird in Triesdorf der Studiengang „Wassertechnologie“ angeboten. In Deutschland, der EU und auch weltweit sind große Anstrengungen in wissenschaftlicher, technischer und konzeptioneller Art erforderlich, um die Ressource Wasser nachhaltig zu schützen, zu bewirtschaften und verfügbar zu halten. Seit 2013 unterhält die HTI Gienger KG eine Kooperation mit der HSWT in dem vertieften dualen Studiengang „Wassertechnologie“. Da stellt sich die Frage, was ein vertieftes duales Studium im Allgemeinen umfasst.

Beim Studium mit vertiefter Praxis absolvieren die Studierenden in den vorlesungsfreien Zeiten und im Praxissemester praktische Tätigkeiten in einer Kooperationsfirma der Hochschule. Hier wird kein zweiter Berufsabschluss erworben, sondern die Verbindung zu den Unternehmen durch intensive Praxisphasen verstärkt. Zudem schreibt der Student die Bachelorarbeit im Rahmen von betriebsspezifischen Fragestellungen und Projekten im jeweiligen Kooperationsunternehmen.

Die dual Studierenden erweitern ihren Erfahrungshorizont während der vorlesungsfreien Zeiten, im Praxissemester und beim Anfertigen der Bachelorarbeit. Unsere Kooperationspartner bilden das vollständige Berufsfeld für Wassertechnologen vom Planer und Berater über den Maschinen- und Anlagenhersteller bis zur Bauausführung ab. Und das im In- und auf Wunsch auch im Ausland.

Nutzen Sie die Möglichkeit des Studiums der Wassertechnologie an der HSWT in Kombination mit der berufsorientierten Praxisphase.

  • Optimaler Berufs- und Karrierestart durch die gebildeten Unternehmensnetzwerke.
  • Sammeln Sie parallel zu Ihrer Regelstudienzeit von sieben Semestern fast ein Jahr Berufserfahrung in der Wassertechnologie. So programmieren Sie Ihren Start ins Berufsleben von Anfang an auf Erfolg!
  • Werden Sie finanziell unabhängig. Bereits ab dem Start der Praxisphase zum Ende des zweiten Fachsemesters erhalten Sie ein monatliches Einkommen während der gesamten Regelstudiendauer. Während der Praxisphasen können Sie sich voll auf Ihre Aufgaben in den Betrieben konzentrieren – und während der Vorlesungszeit auf Ihr Studium.

Der Beruf des Wassertechnologen als Ingenieur für Wasserversorgung, Abwasserbehandlung, Wasserwirtschaft und Wasserbau, aber auch für Energieeffizienz, Energiegewinnung, Bewässerung, Landwirtschaft und Gesundheitsvorsorge ist nicht nur spannend, vielseitig und sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich Erfolg versprechend und krisensicher.